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Donnerstag, 14 November 2019 08:33

Unser Herzo-Plan

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Eine generationenübergreifende, nachhaltige umwelt- und klimabewusste Offensive für unsere Stadt
Unser HerzoPLAN


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
wir wollen generationenübergreifend und gemeinsam mit Ihnen die Zukunft von Herzogenaurach menschlich, sozial, fortschrittlich und klimafreundlich gestalten.
Wir orientieren uns an den Markenzeichen christlich-sozialer Politik: Dem christlichen Menschenbild, der Familie als Fundament unserer Gesellschaft, der Selbstverantwortung in Solidarität und Subsidiarität und der Bewahrung der Umwelt. Wir wollen diese Werte auf kommunaler Ebene umsetzen. Dort, wo Politik ganz nah am Menschen geschieht, wollen wir auf der Grundlage dieser Werte gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen verantwortungsvoll meistern.
In den vergangenen sechs Jahren hat die CSU jede Chance genutzt, mit Kontinuität, Weitblick und Entschlossenheit Politik für Bürgerinnen und Bürger und die Stadt Herzogenaurach zu gestalten.
Die CSU-Fraktion hat wichtige Anträge gestellt, die von der Rot-Grünen-Mehrheit abgelehnt wurden, z. B. zum vierspurigen Ausbau der Nordumgehung, zur Ansiedlung eines Baumarktes, zur Prüfung der Aurachtalbahntrasse, … . Das muss anders werden.
Vorschläge von Bürgerinnen und Bürgern, was ihnen für die Stadt „am Herzen" liegt und wo sie der „Schuh drückt", haben wir bei unserer Arbeit berücksichtigt.
Wir haben uns mit dem HerzoPLAN für Herzogenaurach erneut eine Vielzahl an Aufgaben für unsere Stadt vorgenommen.
Mit Tatkraft und Energie werden wir dafür sorgen, dass sie verwirklicht werden.


Zu zehn aktuellen Themen beziehen wir eindeutig Stellung.

Wir wollen

  • die Bürgerbeteiligung stärken, indem wir die Bürgerinnen und Bürger bei großen städtischen Bauprojekten und bei Schlüsselentscheidungen für die Stadt, insbesondere bei Standortentscheidungen, einbeziehen.

Wir wollen

  • eine kritische Prüfung der einzelnen Vergaben, um eine weitere Kostenmehrung zu vermeiden. Dabei ist uns eine neutrale Kostenkontrolle wichtig.

Wir wollen

  • in einer „Zukunftswerkstatt Innenstadt“ eine innenstadtverträgliche städtebauliche Lösung für das Hubmannareal und das Vereinshausgelände gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbeiten.
  • Die CSU lehnt eine massive Bebauung des Hubmannareals in der bisher geplanten Form ab. Die CSU unterstützt den auf Grund der notwendigen Bodensanierung und für die Innenstadt förderlichen Bau einer Tiefgarage. Für die Nutzung des Areals oberhalb der Tiefgarage können wir uns z. B. eine erweiterte Grünanlage des Schlossgrabens vorstellen. Die Bücherei bleibt für uns dauerhaft innenstadtzentral. Falls die Verwaltung zukünftig mehr Platz benötigt, werden wir nicht bürgernahe Verwaltungsfunktionen an einem zweiten Standort konzentrieren. Unsere Ideen werden wir mit den Bürgern weiter entwickeln und nicht alleine entscheiden.

Wir wollen

  • die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Förder- und Werbegemeinschaft, Innenstadtbewohnern und Geschäftsinhabern auf Augenhöhe fördern, indem wir eine Gesellschaft für diese Beteiligten einrichten. Dazu wollen wir das Stadtmarketing aus der Verwaltung ausgliedern.
  • das Besucherpotenzial der am Hans-Ort-Ring gelegenen Outlets für die Innenstadt durch eine Pendelverbindung an Samstagen und verkaufsoffenen Sonntagen nutzen.
  • keine Erweiterung der Fußgängerzone in der Innenstadt.
  • die Rahmenbedingungen für die Gastronomie attraktiver gestalten.

Wir wollen einen Schienenanschluss für Herzogenaurach, der die effizienteste Verbindung nutzt.
Wir wollen

  • eine standardisierte Bewertung der Aurachtalbahntrasse, die bisher von der Rot-Grünen-Mehrheit abgelehnt wurde, um eine Planungsgrundlage für deren Nutzung zu erhalten.
  • - wenn eine S-Bahn auf der Aurachtaltrasse nicht möglich ist - eine Trassenführung für die StUB innenstadtnah durch die Flughafenstraße und nicht durch die Rathgeberstraße. Bei der Streckenführung in Haundorf muss auf die Belange der Landwirtschaft Rücksicht genommen werden.
  • nur dann den Bau der StuB vorantreiben, wenn die Stadt Herzogenaurach die Investitionskosten und die Folgekosten auf Dauer tragen kann.

Wir wollen

  • eine zügige Ausführungsplanung und den Bau der Südumfahrung.
  • beim Bau der Südumfahrung die Eingriffe in die Natur so landschaftsverträglich wie nur irgend möglich vornehmen und bei der Ausführung insbesondere den Lärmschutz beachten.
  • bei der Verkehrsberuhigung der Ortsdurchfahrt von Niederndorf die Bürgerinnen und Bürger so einbinden, dass ihre Interessen berücksichtigt werden.

Wir wollen

  • den durchgehenden vierspurigen Ausbau der Nordumgehung bis zur Einmündung Würzburger Straße (Wasserwerk).
  • einen kreuzungsfreien Ausbau der Fuß- und Radwege, z. B. an der Kreuzung der Bamberger Straße.

Wir wollen

  • eine kostengünstige Radschnellverbindung im „Aurachtal-Korridor“ in Richtung Erlangen nach Vorliegen der standardisierten Bewertung für die Aurachtalbahntrasse.

Wir wollen

  • die Ansiedlung eines Baumarktes im Stadtgebiet. Wir wollen eine Umwidmung des bisherigen „Sondergebiets Baumarkt“ (Praktiker) und Alternativflächen, z. B. an der Zeppelinstraße, prüfen.

Wir wollen

  • dass Live-Übertragungen von öffentlichen Stadtratssitzungen für demokratische Teilhabe sorgen und Transparenz in der Stadtpolitik herstellen.

Präambel

Es geht um uns alle, die gemeinsame Zukunft von Jung und Alt: Die Jugend hat eine lange Zukunft vor sich, die Zukunft der Älteren liegt in der Verantwortung für sich selbst und für ihre Kinder und Enkel. Wir ziehen alle am gleichen Strang in die gleiche Richtung, können und sollen mithelfen. Nicht alle Senioren sind analog, nicht alle Jugendlichen sind digital – aber gemeinsam sind wir stark. Alle sollen ihre Zukunft haben.
Wir wollen keinen Stillstand. Es gibt so viel zu tun, um das Erreichte zu bewahren und weiter zu entwickeln. Wir wollen eigene Ideen generieren, dazu beitragen, Neues zu entwickeln und zu erfinden. Das dürfen wir nicht anderen überlassen. Dafür werden wir Alternativen entwickeln, um unsere Freiheit und unseren Wohlstand zu erhalten oder wiederzugewinnen, und zugleich unsere Ressourcen für eine gesunde Umwelt und ein besseres Klima einsetzen. Denn: Wir wollen kein schlechtes Gewissen haben, wenn wir fliegen oder Auto fahren, wir wollen nicht den Kopf einziehen und verzichten.
Wir werden nachhaltige Lösungen finden, indem wir Entscheidungen des Stadtrats, der Bürgermeisterin und der Verwaltung gemeinsam mit der Bürgerschaft vorbereiten. Dazu werden wir den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt suchen
und diese bei allen Vorhaben aktiv einbinden, mit ihnen öffentlich diskutieren und Vorschläge erarbeiten. Dort sollen alle Generationen und Bevölkerungsgruppen gemeinsam die Lage analysieren und Lösungsvorschläge entwickeln.
Wir werden Bürgerinnen und Bürger beraten, was getan werden kann, ihnen aber nicht vorschreiben, was zu tun und zu lassen ist. Wir wollen Beratungsleistungen anbieten oder vermitteln, sie und ihre Umsetzung belohnen und fördern.

herzoplan

Im HerzoPLAN sind folgende Themen mit unseren Zielen aufgeführt:
(1) Familie und Bildung (2) Wohnen (3) Soziales (4) Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern und den Vereinen (5) Innenstadt attraktiv gestalten (6) Verantwortung für die Umwelt (7) Wirtschaft (8) Solide Finanzen (9) Beraten und Fördern (10) Verantwortungsbewusste Personalpolitik (11) Kultur und Sport (12) Verkehr (13) Digitalisierung nutzen (14) Ehrenamt unterstützen (15) Versorgung verbessern

Wir stellen in dieser Kurzfassung Themen vor, an denen Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt großes Interesse gezeigt haben.

Familie und Bildung

Mit Familien und bester Bildung hat Herzogenaurach Zukunft.
Wir wollen

  • Bildungsangebote bedarfsgerecht ausbauen; dazu gehört neben Kinderkrippen- und Kindertagesstätten eine Überprüfung der Grundschulkapazitäten und Grundschulsprengel.
  • flexible Betreuungszeiten bei der Kinderbetreuung erhalten, innovative Möglichkeiten der Randzeitenbetreuung außerhalb der Einrichtungen fördern und dabei das Kindeswohl im Blick behalten.

Wir wollen

  • die Herzogenauracher Spielplätze durch Kinder und Eltern auf ihre Kinderfreundlichkeit testen lassen. Mit ausreichenden Grünflächen, Bäumen und Sonnenschutz machen wir die Spielplätze klimafit.
Wohnen

Wir wollen

  • mit einer eigenen Wohnungsbaugesellschaft HerzoBAU die Kompetenzen schaffen, um Schlüsselobjekte selbst zu Wohn- und Geschäftsräumen zu entwickeln und Nachverdichtung mit Augenmaß zu fördern.

Wir wollen

  • auch weiterhin nach unseren städteplanerischen Möglichkeiten neue Baugebiete qualitativ, flächensparend und umweltfreundlich entwickeln.
  • dass dabei sozialer Wohnungsbau, geförderter Wohnungsbau und freier Wohnungsbau Hand in Hand gehen.
  • das große Wohnungspotential einer Innenverdichtung nutzbar machen. Herzogenaurach hat noch einige Baulücken, die gefüllt werden können, aber auch viele Dachgeschosse, die ausgebaut und erweitert werden können.

Dafür wollen wir

  • ein neues Förderprogramm schaffen. Einen Bauzwang bei bestehenden Bebauungsplänen oder eine nachträgliche Bauverpflichtung für Privateigentum lehnen wir ab.
  • alte Wohngebiete bei Bedarf neu überplanen. Damit haben dann alle Anwohner gleiche Rechte und umfangreiche Mitsprachemöglichkeiten, wie sich ihr Wohngebiet entwickeln soll; die bisher zahlreichen Ausnahmegenehmigungen sollen dann überflüssig werden.

Wir wollen

  • den sozialen Wohnungsbau und bezahlbaren Wohnraum für alle Generationen und Lebenssituationen (z. B. Auszubildende, Alleinerziehende, Senioren, Mehrgenerationenprojekte und alternative Wohnformen) fördern.
Soziales

Unsere Stadt soll eine soziale Stadt sein, in der die Menschen aufeinander Rücksicht nehmen.
Wir wollen

  • eine Herzogenauracher Notfallinfobox nach dem Vorbild des Landkreises Fürth einführen.
  • Hilfeleistungen zur Terminfindung und zur Beförderung zum Arzttermin unterstützen.
  • von uns angestoßene Projekte zur Nachbarschaftshilfe weiterverfolgen und nach einer positiven Evaluation weiter ausbauen.
  • den Bau von seniorengerechten Wohnformen, die von einem gemeinnützigen Träger betrieben werden, im Rahmen von Grundstücksvergaben fördern. Damit soll der Eigenanteil für Wohnen und Pflege von den Bewohnern finanziell getragen werden können.
  • dass unsere Stadt eine „demenzfreundliche Kommune“ wird und sich deshalb an der Initiative „Demenzfreundliche Kommune Mittelfranken“ beteiligt.
  • Verbesserungen für Menschen mit Geh-, Seh- und Hörbehinderungen vornehmen und Barrierefreiheit herstellen, wo dies möglich ist.

Eine soziale Stadt nimmt auch auf Jugendliche Rücksicht, die sich entfalten wollen.
Dazu wollen wir

  • Anlaufstellen und Rückzugsorte für Jugendliche schaffen, die Nutzungskonflikte mit Nachbarn möglichst vermeiden.
Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern und den Vereinen

Wir wollen

  • den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt suchen und diese bei allen Vorhaben aktiv einbinden, wie z. B. bei der von uns geplanten „Zukunftswerkstatt Innenstadt“ (Hubmann-Areal und Vereinshausgelände); dabei wollen wir das Knowhow der Agenda-21-Arbeitskreise berücksichtigen.

Wir wollen

  • im Rathaus sowohl die Themen „E-Government“ und „digitale Bürgerbeteiligung“ vorantreiben. Gleichzeitig brauchen wir im Rathaus einen kommunikationsfreundlichen Servicebereich für Menschen, die den persönlichen Umgang mit städtischen Einrichtungen wünschen oder benötigen.

Wir wollen

  • die Zusammenarbeit zwischen den Herzogenauracher Vereinen und der Stadtverwaltung verbessern, unter anderem beim Altstadtfest, bei der Sommerkirchweih und beim Weihnachtsmarkt.
  • Veranstaltungen unterstützen, bei denen sich die Vereine vorstellen, um Mitglieder zu werben, wie z. B. einen Tag der Vereine in der Innenstadt bzw. eine lange Nacht des Sports.

Wir wollen

  • unseren Mitbürgern eine Chance geben, sich für ihre Heimatstadt besonders einzusetzen, und befürworten die Errichtung einer Bürgerstiftung, die gemeinnützige Projekte unabhängig von der finanziellen Situation der Stadt unterstützen kann.
Innenstadt attraktiv gestalten

Wir wollen

  • die Anbindung der Outlets an die Innenstadt fördern (z. B. durch Präsentation der Stadt und virtuelle Stadtrundgänge an den Outlets, Rent-a-(e-)bike für Kurztrips in die Innenstadt, Gutscheine für Einkäufe und Gaststättenbesuche in der Innenstadt, eine Pendelverbindung - „Schuhttle“ - in die Innenstadt an Samstagen und verkaufsoffenen Sonntagen).
  • die Umwandlung des Stadtmarketingamtes in eine Marketinggesellschaft mit Beteiligung und Einfluss der Förder- und Werbegemeinschaft, von Innenstadtbewohnern und Geschäftsinhabern.

Wir wollen

  • die Gestaltung des Marktplatzes überarbeiten und zum Treffpunkt für alle Bürgerinnen und Bürger entwickeln.
  • dazu die Rahmenbedingungen für die Gastronomie attraktiver machen, z. B. durch Absenkung von Gebühren und Vereinfachung von Genehmigungen, etwa für die Außenbestuhlung.

Wir wollen

  • die Innenstadt durch Grün- und Blühflächen ökologisch aufwerten.
  • vielfältige kommunikationsfreundliche Sitzmöglichkeiten für alle Generationen in der Innenstadt unter Einbeziehung des Schlosses schaffen.
  • ein zeitlich begrenztes Lichtkonzept für die Wahrzeichen unserer Stadt.

Wir wollen

  • Flächen und historische Gebäude zusammen mit den Eigentümern weiterentwickeln (z. B. aktives Leerstandsmanagement bei Wohn- und Gewerbeflächen).

Wir wollen

  • die bestehenden Aktivitäten durch noch mehr Attraktionen in der Innenstadt ergänzen, z. B. durch einen Ostermarkt, eine Gartenmesse etc.

Wir wollen

  • Marketingmaßnahmen für lokale Produkte „Made in Herzo“, einschließlich eines Wettbewerbs um Herzogenauracher Identifikationsprodukte.

Wir wollen

  • das Angebot für Jugendliche in der Innenstadt weiterentwickeln (z. B. durch spezielle Veranstaltungen, wie Erlebnistouren oder Spielestammtische).

Kurzum: Wir wollen Lust auf Herzo schaffen und das Stadtmarketing entsprechend ausrichten.

Verantwortung für die Umwelt

Wir nehmen unsere soziale, ökologische und gleichzeitig ökonomische Verantwortung für unsere Stadt ernst.
Wir wollen

  • für jedes neugeborene Kind Herzogenaurachs einen Baum pflanzen.
  • Entsiegelungsmaßnahmen angemessen fördern.
  • in neuen Gewerbegebieten mehrstöckige Gebäude und Gemeinschaftsparkflächen forcieren (wie z. B. Discounter in Zukunft überbauen), um den Flächenverbrauch zu reduzieren.

Wir wollen

  • die Lebensqualität durch klima- und artenfreundliche Bepflanzung unserer Stadt erhöhen, z. B. entlang der ganzen Aurach innerhalb der Stadt.
  • eine Beteiligung am Bundeswettbewerb Stadtgrün / Stadtklima anstreben.
Wirtschaft

Eine florierende Wirtschaft gibt uns die finanziellen Möglichkeiten, die Stadt nach den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger weiterzuentwickeln.

Zugleich schafft und sichert die Stärkung der hiesigen Wirtschaft Arbeitsplätze.

Wir wollen

  • bedarfsorientiert Gewerbetreibende anwerben.
  • eine Ausweitung und reichhaltigere Bestückung des Wochenmarktes unter Einbindung lokaler Geschäftsleute und einen „Abendmarkt“ in den Sommermonaten.

Wir wollen

  • eine partnerschaftliche innerstädtische Flächen- und Gebäudeentwicklung unter frühzeitiger Einbindung der Eigentümer.
  • die Weiterentwicklung leerstehender Schlüsselimmobilien durch die Kommune und die zu schaffende HerzoBau.

Wir wollen

  • die Schaffung einer städtischen Anlaufstelle für alle Gewerbetreibenden und Unternehmer (z. B. Wirtschaftsförderung).
Solide Finanzen

Kommunalfinanzen sind konjunkturabhängig. Aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung werden für die kommenden Jahre eher weniger Finanzmittel zur Verfügung stehen. Umso wichtiger ist deren wohl durchdachter Einsatz.

Wir wollen,

  • die Gewerbesteuer- und die Grundsteuerhebesätze unangetastet lassen.

Wir wollen

  • dass bei neuen Projekten alle Investitions- und alle Folgekosten dem Stadtrat vor dem jeweiligen Beschluss transparent dargestellt werden.
Beraten und Fördern

Wir bevorzugen intelligente Fördermaßnahmen und deren flexible Finanzierungsmöglichkeiten vor Verboten.

Wir wollen

  • Beratungsleistungen fördern, die z. B. Wohnungsbau, Energieeinsparung oder umwelt- und klimagerechte Bebauung und Bepflanzung beinhalten,
  • Beratungsleistungen fördern, die alternative Wohnformen im Alter oder die Gestaltung bezahlbaren Wohnraums für alle Generationen zum Thema haben,
  • Beratungsleistungen fördern, die es Vereinen ermöglichen, ihren Geschäftsstellenbetrieb oder strukturelle Prozesse zu optimieren.
Verantwortungsbewusste Personalpolitik

Wir wollen eine verantwortungsbewusste Personalpolitik, um optimale Leistungen unserer Stadt zum größtmöglichen Nutzen für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger anbieten zu können. Dazu gehört auch, das vorhandene Personal an den richtigen Stellen einzusetzen.

Wir wollen

  • neue Ausbildungsangebote, wie ein duales Studium, um Mitarbeiter langfristig an uns zu binden und ihnen Entwicklungsperspektiven zu bieten.
  • eine Auslagerung von Aufgaben, die unsere Verwaltungsstruktur überlasten bzw. um zusätzlichen Bedarf abdecken zu können.
Kultur und Sport

Wir nehmen unsere historisch gewachsene kulturelle Verantwortung für die Stadt-, Sport- und Industriegeschichte ernst und wollen eine faszinierende Sport- und Industriekultur erlebbar machen, indem wir

  • z. B bei sportlichen Großereignissen die frühere Aktion mit „Fußballschuhen in der Innenstadt“ aufgreifen und z. B. mit Bällen und anderen Ideen realisieren,
  • Sportaktivitäten fördern (z. B. durch gut beleuchtete, gut einsehbare und gekennzeichnete Nachtlaufstrecken im innerstädtischen Bereich und Frühschwimmstunden),
  • sowie die Geschichte von adidas, PUMA und Schaeffler in der Innenstadt sichtbar darstellen (z. B. durch einen Skulpturenpark, Multimediatafeln, Walk of Fame).

Wir wollen

  • anhand eines jährlichen Mottos (z. B. Phantasie) Kunst im öffentlichen Raum stärken und auch in Schulen, Kindergärten usw. mit sichtbaren Projekten umsetzen.
  • weitere Open-Air-Veranstaltungen anbieten (z. B. Kulturveranstaltungen am Weihersbachgelände).
  • Veranstaltungen an ungewöhnlichen Orten durchführen (z. B. ähnlich „Walking Books“).
  • das Vereinshaus für kulturelle Veranstaltungen besser nutzen (z. B. große Spielestammtische für Brettspiele, Gastspiele eines Bauerntheaters und „Kabarett und Musik aus Franken“).
Verkehr

Das zunehmende Verkehrsaufkommen ist eine der Zukunftsherausforderungen für Herzogenaurach. Dazu braucht es einen Mobilitätsmix aus öffentlichen Angeboten und neuen Wegen für den Individualverkehr, um Anwohner zu entlasten.

Wir wollen

  • den seit sechs Jahren liegengebliebenen Verkehrsentwicklungsplan 2035 für die Stadt fortschreiben.
  • das Carsharing neu ordnen und mit Stadtteilautos und einer einfacheren Anmeldung und Abrechnung modern aufstellen. Dabei können auch die Autos der Stadtverwaltung am Feierabend und am Wochenende mit in das System eingebunden werden.
  • den Parksuchverkehr reduzieren, indem wir das Parkplatzangebot der Stadt digital erfassen und damit den Verkehr steuern können.
  • die zweite städtische Dreifachturnhalle am Burgstaller Weg nur in Verbindung mit einer geprüften adäquaten Parkplatzsituation errichten.
  • für alle Schulen Kiss-and-Ride-Zonen einrichten, um zu Stoßzeiten die Verkehrssituation zu entschärfen.

Wir wollen

  • zugleich den tatsächlichen Gegebenheiten Rechnung tragen und für den Autoverkehr in der Innenstadt ausreichende Parkmöglichkeiten schaffen, z. B. mit einer Tiefgarage auf dem Hubmannareal und der Schaffung weiterer Parkmöglichkeiten am Schulzentrum.
  • den Individualverkehr wo nötig weiterentwickeln und besser steuern. Dazu gehört der vierspurige Ausbau der Nordumgehung, der Bau der Südumfahrung aber auch Tempo 40 in der Rathgeberstraße.

Wir wollen

  • den Busverkehr weiter optimieren. Dazu gehört für uns ein mindestens einstündiger Takt auf allen Linien und ein Flexbusangebot in den Randzeiten vonDonnerstag bis Samstag. Mit dem Landkreis wollen wir uns für mehr Preisstabilität auf den Regionallinien stark machen und das 365-€-Ticket weiterverfolgen.
Digitalisierung nutzen

Die Digitalisierung kann helfen Bürger zu entlasten und Stadtpolitik transparent zu gestalten.

Wir wollen

  • ein digitales Rathaus, das für die Bürger so viele Verwaltungsleistungen wie möglich zur Verfügung stellt und Behördengänge einfach macht. Dazu gehört auch, Bebauungspläne visualisiert und grundstücksgenau abzubilden.
  • ein Bürgerinformationssystem, in dem alle Unterlagen zu den öffentlichen Sitzungen für den Bürger abrufbar sind.
  • Verwaltung vereinfachen, indem mit einer BürgerApp und einer städtischen WhatsApp-Nummer Anfragen schnell gestellt und schnell beantwortet werden, wenn notwendig auch Termine leicht vereinbart werden können.
Ehrenamt unterstützen

Die Lebensqualität unserer Stadt wird auch durch unsere vielfältige Vereinslandschaft und das Engagement von Vielen geprägt.

Wir wollen

  • mit einer HerzoCloud Vereinen die digitale Zusammenarbeit datenschutzkonform, günstig und unkompliziert ermöglichen.
  • die Feuerwehren auch in den Ortsteilen stärken und den Unterhalt der Liegenschaften und die Kameradschaftspflege stärker unterstützen.
  • Sondernutzungsgebühren und Kostenerstattungen für Bauhofleistungen auf ein notwendiges Minimum reduzieren
  • eine digitale Buchungsplattform für Hallen- und Raumbelegungen oder den Verleih von städtischen Fahrzeugen etablieren.
  • das Altstadtfest den Vereinen wieder zurückgeben. Die Stadt muss dabei die Vereine soweit wie möglich organisatorisch und finanziell unterstützen. Dazu gehört auch eine Bühne für die Vereine, auf der Aufführungen und Präsentationen stattfinden können. Gewerbliche Stände sind auf dem Altstadtfest zu begrenzen.
Versorgung verbessern

Wir wollen

  • die Versorgung mit Strom, Gas, Fernwärme und digitaler Infrastruktur optimieren. Dazu gehören auch ein forcierter Glasfaserausbau in den nächsten Jahren und die Bereitstellung städtischer Gebäude für die Mobilfunkversorgung.
  • die Nahversorgung, insbesondere im Stadtsüden wie auch auf der Herzo-Base, verbessern und die Ansiedlung eines Baumarktes.

Eine generationenübergreifende, nachhaltige umwelt- und klimabewusste Offensive für unsere Stadt

Nach vielen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern und einem intensiven Diskussionsprozess mit den CSU-Stadtratsbewerbern für die Kommunalwahl am 15. März 2020 haben wir den HerzoPLAN als Arbeitsprogramm für die nächsten 6 Jahre am 02.12.2019 beschlossen. Natürlich werden wir auf aktuelle Entwicklungen zeitnah reagieren.

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