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Beisitzerin
Da wurde mitten in der Nacht ein Kind geboren
Da war mit einem Mal der Himmel nicht mehr fern
Da sang ein Engelschor, „Die Welt ist nicht verloren“
Und über Allem strahlte hell der Weihnachtsstern
Da wurde dir und mir ein neues Licht gegeben
Das unsere Herzen immer neu erwärmen kann
Und wenn es dunkel wird für uns in diesem Leben
Fängt es mit seiner ganzen Kraft zu Leuchten an
Rolf Zuckowski
Sehr geehrte Damen und Herren, liebes CSU-Mitglied,
wir wünschen Ihnen und Ihren Familien, dass Sie sich in diesen Tagen die Zeit zu Musik und Kerzenschein nehmen, um letztendlich für das Fest bereit zu sein und Weihnachten feiern zu können.
Eigentlich hatten wir uns nach einem anstrengenden Kommunalwahlkampf und dem Lockdown im Frühjahr ganz besonders auf einen adventlichen Jahresausklang mit Ihnen allen gefreut.
Aber leider müssen wir dieses Jahr pandemiebedingt auf unsere Waldweihnacht und unsere interne CSU-Weihnachtsfeier verzichten und auch unser üblicher Jahresgottesdienst musste dieses Mal entfallen. Allerdings haben eine Reihe von CSU-Mitgliedern am 12.12.2020 am Vorabendgottesdienst teilgenommen, in dem der Verstorbenen der CSU Herzogenaurach gedacht wurde.
Auch wenn wir uns derzeit nicht persönlich sehen können und auch die Kommunikation und Interaktion mit Ihnen unter den momentanen Einschränkungen leidet, lassen wir uns nicht entmutigen. So wie wir im Ortsvorstand und Fraktion Videokonferenzen und andere Hilfsmittel wie Slack, WhatsApp, Telefon etc. nutzen, um uns abzusprechen, bitte ich Sie, über alle Kommunikationswege, die zur Verfügung stehen, auf uns zuzukommen. Sei es wegen eines politischen Anliegens oder einfach nur so .
Auch wenn die Christmette heuer nicht so stattfinden kann, ist wie im oben genannten Lied die Welt nicht verloren und der Weihnachtsstern strahlt weiterhin hell.
Wir laden Sie bereits heute zu unserer folgenden Versammlung ein:
24.01.2021, 15:00 Uhr im Vereinshaus: Jahreshauptversammlung der CSU Herzogenaurach mit Neuwahlen.
Diese wird wegen der rechtlichen Notwendigkeit, die Ortsvorstände und die Delegierten für die Aufstellung eines CSU-Kandidaten für die Bundestagswahl neu zu wählen trotz der Pandemielage stattfinden müssen und ist soweit mit der BayIfSMV, der Auskunft des Gesundheitsamtes und der Landesleitung abgestimmt. Näheres entnehmt bitte der entsprechenden Einladung.
Mit einem Text von Rolf Zuckowski wollen wir auch schließen und Ihnen ein schönes Weihnachtsfest und einen friedvollen Jahreswechsel wünschen:
Wir wünschen euch in dieser Zeit ein Lied in jedem Haus,
das in euch selbst erklingen soll und in die Welt hinaus,
mit Worten voller Zuversicht an die ihr glauben wollt,
und ein Leuchten wie Silber und Gold.
Vergesst für ein paar Stunden nun was euch bedrängen mag.
Es folgt auf jede Dunkelheit gewiss ein neuer Tag.
In dieser Nacht seht ihr den Stern, dem ihr vertrauen sollt,
und ein Leuchten wie Silber und Gold.
Und wem das Glück gegeben ist, zu glauben wie ein Kind,
der findet eine Antwort da, wo sonst nur Fragen sind.
Der in das Dunkel Licht gebracht, hat all das so gewollt,
und ein Leuchten wie Silber und Gold,
Silber und Gold,
und ein Leuchten wie Silber und Gold.
Antje Körner Walter Drebinger Konrad Körner
Ortsvorsitzende CSU-Fraktionsvorsitzender JU-Fraktionsvorsitzender
„Sozialcafé – Sabine im Gespräch mit Kerstin Schreyer“:
„Familie, Arbeit und Soziales“ -Berührungspunkte mit jedermann
Die CSU Herzogenaurach und ihre Bürgermeisterkandidatin Sabine Hanisch durften vor kurzem Frau Kerstin Schreyer, Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, sowie Herrn Walter Nussel, Beauftragter für Bürokratieabbau der Bayerischen Staatsregierung im Sozialcafé im Pfarrsaal St. Magdalena willkommen heißen.
Nach kurzer Begrüßung unserer Gäste durch Sabine Hanisch bedankte sich unser Landtagsabgeordneter bei Kerstin Schreyer seiner Einladung nach Herzogenaurach gefolgt zu sein und für die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit.
Nachdem im Vorfeld die Berufung von Frau Schreyer als Ministerin für Bau und Verkehr bekannt und daher auch Fragen aufgekommen waren, ob das Sozialcafé mit ihr überhaupt noch stattfinden würde , stellte Frau Schreyer gleich eingangs klar, dass sie bis 06.02.2020, 9:05 Uhr mit vollem Einsatz Sozialministerin sei und ab dann mit gleicher Leidenschaft wie jetzt ihr neues Amt als Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr ausüben werde.
Zum Aufgabenzuschnitt ihres jetzigen Ministeriums erklärte sie in ihrer Rede, dass sie den Bereich Familie in die Lebensabschnitte Kind, Jugendliche, Erwachsene und Senioren einteile, welche verschiedene Bedürfnisse und Besonderheiten aufweisen, welche es zu beachten gilt. Des weiteren liegen Themen von Inklusion, Rente, Arbeitsrecht, Hartz 4 und Maßregelvollzug in ihrem Verantwortungsbereich.
Die bayerische Regierung habe viel Geld in den Ausbau von Kitas und Fachkräftegewinnung investiert. So wurde die Anzahl der Erzieherinnen und Erzieher in den letzten 10 Jahren verdoppelt und man werde dies weiterhin mit Nachdruck tun, denn der Bedarf sei riesig. Man solle vom Wohle des Kindes her denken, wenn es um flexiblere Öffnungszeiten und die Unterstützung von Alleinerziehenden oder von berufstätigen Eltern gehe. Längere Öffnungszeiten sollen nicht dem Zweck dienen, dass das Kind früher gebracht und später abgeholt werde und damit einen längeren „Arbeitstag“ als Erwachsene hätte. Um Randzeiten anbieten zu können, die Engpässe in der Fachkräftebetreuung mit sich bringen könnten, gäbe es die Möglichkeit des Einsatzes von Tagesmüttern, beantwortete die Ministerin ein Frage aus dem Publikum. Schwierig sei der politische Einfluss, wenn es um Bezahlung von Fachkräften geht, denn diese wird von Tarifpartnern geregelt. Frau Schreyer spricht sich jedoch klar dafür aus, dass uns die Arbeit am Menschen etwas wert sein muss und dementsprechend entlohnt werden muss. Letztendlich entsteht Fachkräftemangel vor allem dort, wo Wohnraum und Lebensunterhalt nicht mehr bezahlt werden können, so z.B. in Ballungsgebieten und Großstädten.
Auch beim Umgang mit neuen Medien empfiehlt sie Eltern und Erziehungsberechtigten die Vorbildfunktion zu wahren. Kinder brauchen nach wie vor analoge, haptische und zwischenmenschliche Erfahrungen neben allen digitalen Fertigkeiten und Anforderungen. Beispielhaft scherzt sie, dass jedes Kind wissen sollte, dass ein Buch auch zum Blättern da sei – nicht nur zum Wischen.
Das Thema Inklusion liegt Frau Schreyer am Herzen, denn wer dürfe entscheiden, was ein lebenswertes Leben sei und was nicht, fragt sie. Blinde Physiotherapeuten, die auf Wochen im voraus ausgebucht sind und gerade aufgrund ihrer Behinderung einen besonders guten Tastsinn entwickelt haben oder Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung z.B. im Bereich der Steuererklärung nimmt sie als Beispiel dafür, dass Behinderung keiner voreingenommenen Wertung unterliegen darf. Auch sei es der Würde und dem Selbstwertgefühl eines jeden, auch des behinderten, Menschen geschuldet, ihm die Chance zu geben, eine bezahlte Arbeit entsprechend seinen Möglichkeiten ergreifen zu können.
Herr Walter Nussel gab zu bedenken, dass auch die Thematik Alzheimer und Demenz in unserer Stadt ein größeres Gehör finden müsse, denn oftmals sind die Angehörigen verzweifelt und brauchen dringend jegliche Unterstützung. Die inzwischen ins Leben gerufene Nachbarschaftshilfe und die CSU-Forderung nach Beitritt zur Initiative "demenzfreundliche Kommune" seien da erste Bausteine.
Auf die Verwirklichung von Barrierefreiheit in den Kommunen angesprochen, erklärte die Sozialministerin, dass es hilfreich sei, die Angelegenheiten unter verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Ein vollständig abgeschrägter Bordstein ist für einen Rollstuhlfahrer zwar ideal, ein Blinder könne mit Hilfe seines Gehstockes aber z.B. nicht mehr erkennen, wo der Fußgängerweg aufhört und die Straße anfängt.
Im Zusammenhang der verschiedenen Blickwinkeln räumte Ministerin Schreyer charmant, aber bestimmt, mit der Kritik auf, ob sie für das Bau- und Verkehrsministerium als Sozialpädagogin überhaupt geeignet sei: „Auch in diesem Ministerium sind die Themen Inklusion, Anpassungen an die Arbeitswelt, Barrierefreiheit etc. präsent. Ich gehe die Aufgaben vielleicht von einem anderen Blickwinkel her an, aber mir ist auch nicht bekannt, dass einer meiner Vorgänger vorher selbst geteert hätte.“
Abschließend bedankte sich Sabine Hanisch bei allen für ihr Kommen und die Diskussionsbeiträge und überreichte der Ministerin eine Herzogenauracher CSU-Tasse mit Kaffee und Schokolade als kleines Dankeschön.“