Der Bauausschuss des Stadtrates hatte sich in den vergangenen Monaten mehrmals mit der Neufassung eines Konzeptes für den öffentlichen Parkraum in Herzogenaurach zu befassen, ein entsprechendes Konzept wurde in der Mai-Sitzung des Bauausschusses mehrheitlich angenommen.
Bereits nach der ersten Beratung des Bauausschusses zum Parkraumkonzept der Stadt Herzogenaurach lud die CSU-Stadtratsfraktion kurzfristig zu einer Diskussion über Möglichkeiten, das öffentliche Parken in Herzogenaurach besser zu gestalten, in die Brauerei Heller. In der vollen Gaststätte machten vor allem die Gewerbetreibenden der Innenstadt darauf aufmerksam, dass Sie sich neben dem Erhalt der sog. "Brötchentaste“ mehr Möglichkeiten für Kunden wünschten, einmal länger zu parken. Ein gezogenes Ticket verpflichte die gesetzestreuen Herzogenauracher meist nach dem Arzt- oder Friseurbesuch zügig wieder zum Auto zu kommen und lade nicht ein, noch einmal einige Minuten durch die Geschäfte zu schlendern. Daraufhin brachte die CSU dann die Vorschläge aus dem Bürgergespräch in einem Antrag ein. Insbesondere die im Gespräch mit den Gewerbetreibenden entwickelte "Schranken-Lösung", die zumindest für die Schütt in Frage gekommen wäre, wurde von der Verwaltung und dem Bürgermeister allerdings abgeblockt. Die Anfahrtswege seien zu kompliziert, eine Schranken-Lösung würde eine private Betreibergesellschaft der Stadt fordern und auch eine Mietlösung für die Innenstadtmitarbeiter könne man sich schwer vorstellen. Warum man nicht den langen Weg von der Bahnhofstraße zur Ein- und Ausfahrt nutzen könnte, der Rückstaus auf die Straße vermeiden würde, wollte man noch weniger beantworten, genauso wie den Hinweis, dass die Stadt sich mit der Tiefgarage unter dem Hubmannareal bereits dort auf eine Schranken-Lösung festgelegt hatte.
Skurrile Züge nahm die Diskussion dann bei einem Vorschlag an für den Fall, dass der Parkplatz Steinerne Brücke beschrankt oder kostenpflichtig werden würde: Die CSU schlug vor eine Kooperation mit dem Freibad ins Auge zu nehmen. Mehreren Aussagen der Grün-Roten Mehrheit zur Folge sei es ja völlig absurd, mit dem Auto ins Freibad zu fahren, das mache doch keiner. Auf die Frage hin, ob eine Mutter, die mit ihren drei Kindern einen Tag im Freibad plane, dann im Doppelfahrradanhänger kommen müsse, wurde von Seiten der Stadtführung nur darauf verwiesen, dass man dies "selbst schon gemacht habe". Was nicht sein soll, ist wohl auch nicht.
Einen kleinen Erfolg konnte die CSU erringen: Das Handy-Parken, eine Forderung der JU aus dem Jahre 2012 kann nun endlich kommen.