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Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
die INA-Schaeffler-Gruppe ist seit Gründung 1946 in Herzogenaurach ein innovatives, solides und verantwortungsvoll geführtes Unternehmen und zählt zu den Weltmarktführern im Bereich der Wälz- und Gleitlager, Linearsysteme und Präzisionselemente für Antriebssysteme. Seit 60 Jahren sind INA-Produkte ein Begriff für kreative Anwendungslösungen und höchste Ingenieurs- und Fertigungskompetenz.
Als Familienunternehmen hat die INA-Schaeffler-Gruppe stets Standorttreue, Bindung an die Region und ihre Menschen und soziales Engagement gewahrt und bietet Tausenden von Menschen qualifizierte Arbeitsplätze. Viele kommunale Entwicklungen und Maßnahmen wären ohne den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens und ohne die Leistungen der Mitarbeiter in den letzten Jahrzehnten auch in Herzogenaurach nicht möglich gewesen.
In der aktuellen Finanzkrise steht das Unternehmen vor schwierigen Entscheidungen. Alle politischen Parteien im Landkreis haben in den letzten Wochen Vorstöße unternommen, um den politisch Verantwortlichen in Bayern, Niedersachsen und im Bund die Notwendigkeit und den Nutzen eines koordinierten Zusammenwirkens zur Lösung der anstehenden Probleme zu verdeutlichen und den hohen Stellenwert des Unternehmens als Arbeitgeber in Herzogenaurach und der Region zu dokumentieren.
Um dies mit öffentlichem Nachdruck zu versehen, regen wir an, in Herzogenaurach als Stammsitz der INA-Schaeffler-Gruppe zu einer gemeinsamen, parteienübergreifenden und öffentlichen Kundgebung einzuladen. Bürger in Stadt und Landkreis, Mitarbeiter der INA-Schaeffler-Gruppe, Mandatsträger in Land- und Bundestag sollen damit von der Innenstadt bis zu den Toren des Werksgeländes ihre Solidarität mit dem Unternehmen und den gemeinsamen Willen an die politisch Verantwortlichen zum Ausdruck bringen und in Verantwortung für Arbeitsplätze, Bürger und ein solides Unternehmen entscheiden.
Mit freundlichen Grüßen![]()
Dr. Horst Körner
Fraktionsvorsitzender
Gespräch mit allen Herzogenauracher Feuerwehren
- auch bei knappen Kassen Schwerpunkte richtig setzen
CSU: Feuerwehrkonzept umsetzen,
Investitionspauschale ab 2010
Motivationsknick unter den Aktiven? "Neuer Stil" der Stadt bringt Unruhe
Um Informationen aus erster Hand vor Verabschiedung des Haushaltsplans 2009 zu erhalten, hat die CSU-Fraktion die Kommandanten aller Herzogenauracher Feuerwehren am vergangenen Sonntag vormittag um ein Gespräch gebeten. Unterkreiskommandant Matthias Rocca erläuterte dazu das im Herbst 2007 von ihm, Kreisbrandrat Harald Schatten und Kommandant Walter Nussel erarbeitete und mit der Regierung von Mittelfranken abgestimmte Konzept für alle Herzogenauracher Wehren.
Nach dem vorgestellten Konzept und detaillierter Bestandsübersichten müssen in den nächsten sechs Jahren 15 Fahrzeuge abgelöst werden, um den heutigen Standard zu halten. Für Löschfahrzeuge und Rettungsgerät werden dabei 30 Jahre, für "normale" Fahrzeuge 15 Jahre Nutzungsdauer zu Grunde gelegt. Der Fahrzeug- und Gerätepark aller Feuerwehren ist rund 5,5 Millionen Euro schwer und muss spätestens alle 30 Jahre erneuert werden - im Jahresdurchschnitt beläuft sich der Ersatzbedarf rechnerisch auf rund 200.000 Euro. Dabei müsse allerdings von einem durchschnittlichen Altersbestand ausgegangen werden können, um künftig mit dem berechneten Ersatzbedarf auszukommen. Deshalb habe die Feuerwehr zwei Fahrzeuge für das laufende Haushaltsjahr beantragt. Zudem vergehen zwischen Bestellung und Auslieferung rund zweieinhalb Jahre Zeit. Andernfalls laufe man für die kommenden Jahre schlicht in einen Investitionsstau. Rocca wies anhand einer selbst erstellten Übersicht mit Städten vergleichbarer Größenordnung und Struktur nach, daß sich Herzogenaurach auch bei den verfügbaren Löschzügen an der Untergrenze bewege.
Kreisbrandrat Harald Schatten ergänzte in der Diskussion, dass die Stadt in den letzten Jahren zwar viele Investitionen realisiert hat. "Herzogenaurach ist in den letzten Jahrzehnten schneller gewachsen als die technische Ausstattung der Feuerwehr. Wir wollen kein teures Spielzeug, sondern beschränken uns bewußt auf das wirklich Notwendige." Auch eine Zusammenlegung von Ortsteilwehren wurde offen diskutiert. Dabei wiesen die Feuerwehrkommandanten aus den Ortsteilen darauf hin, daß eine Zusammenlegung von Standorten immer auch bedeute, daß die Zahl der ehrenamtlichen Aktiven zurückgehe und auch keine Ausbildung von Jugendlichen mehr stattfinde. "Hauptendorf oder Burgstall liegen räumlich nahe bei der Herzogenauracher Wehr. Wenn eine Ortsteilwehr mit Herzogenaurach zusammengelegt wird, werden einige nach Herzogenaurach wechseln. Aber alle werden das sicher nicht tun."
Unverständnis äußerten die Feuerwehrkommandanten auch über den neuen Stil, mit dem die Stadt personelle Veränderungen einleite. Personal- und Stellenveränderungen würden vorgenommen, ohne mit Verantwortlichen zu sprechen. "Bei allem Verständnis für die finanzielle Lage der Stadt", so Rocca kopfschüttelnd, "es kann nicht sein, daß ich als Kommandant die Umsetzung des Gerätewarts aus dem Amtsblatt erfahre. Weiß die Stadt, daß alle Gerätschaften nach jedem Einsatz und einmal jährlich per Gesetz geprüft werden müssen und dafür hunderte Arbeitsstunden anfallen?" Die Motivation sei angeschlagen, so die Kommandanten. Einige Aktive hätten aufgrund dieses Vorgehens sogar mit der Rückgabe der Uniform gedroht.
CSU-Fraktionsvorsitzender Horst Körner bedankte sich für die offene Diskussion und verdeutlichte anhand weniger Zahlen die absehbare finanzielle Situation der Stadt für die nächsten Jahre. "Wir müssen jeden Euro nicht nur zweimal, sondern dreimal umdrehen. Daran führt kein Weg vorbei. Aber gerade in finanziellen Notzeiten müssen die Schwerpunkte langfristig richtig gesetzt werden. Zusätzliches ist nicht finanzierbar, notwendiger Ersatz muss diskutiert werden können. Wir brauchen die Feuerwehren." Da das Konzept durch die Wehren selbst entwickelt worden sei, solle man dies auch als Grundlage für die Feuerwehrplanung anwenden. Für die kommenden Jahre schlägt Körner vor, ein Investitionsbudget von jährlich 200.000 EUR in den Haushalt der Stadt einzustellen, welches von den Feuerwehren selbst verwaltet wird und z.B. für Großbeschaffungen auch über mehrere Jahre angespart werden kann. Die Feuerwehren arbeiten bereits seit mehreren Jahren mit einem Budget für laufende Ausgaben, was gut funktioniere. Kreisbrandrat Harald Schatten, Walter Nussel und die CSU-Stadträte vereinbarten mit den Kommandaten ein gemeinsames Gespräch mit dem zuständigen Vertreter der Regierung von Mittelfranken, um auch den Zuwendungsgeber einzubeziehen.
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f.d.R. H. Körner
die Polizei Herzogenaurach hatte im Sommer eine Änderung der o.a. Satzung durch die Stadt angeregt. Diese Änderungen wurden vorgeschlagen, um der Polizei Eingriffsmöglichkeiten bei Belästigungen oder Problemsituationen v.a. aufgrund übermäßigen Alkoholkonsums in öffentlichen Grünanlagen und Spielplätzen auf satzungsrechtlicher Grundlage zu eröffnen.