Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
nach Vorliegen der reduzierten Modellfallberechnungen zum "T-Konzept" einer Stadt-Umland-Bahn-Lösung weist lediglich ein doppelt reduziertes "T-Modell" von Herzogenaurach bis Buckenhof einen förderfähigen Nutzen-Kosten-Faktor von 1,05 auf.
Da damit auch der Landkreis Forchheim als Kostenbeteiligter aus dem weiteren Verfahren faktisch ausscheidet, entfallen geschätzt 40 Millionen Euro Investitionsbedarf auf nur noch zwei beteiligte Gebietskörperschaften (Stadt Erlangen und Landkreis Erlangen-Höchstadt).
Für die Stadt Erlangen besteht für das untersuchte StUB-Konzept durch die Begrenzung auf eine Streckenführung nach Buckenhof und die unverändert problematische innerstädtische Trassenführung nur noch ein marginaler Nutzen. Mit Zustimmung zum erneut reduzierten "T-Konzept" ist nicht zu rechnen.
Wir beantragen deshalb folgende Beschlußfassung durch den Stadtrat
1. Die Stadt Herzogenaurach erklärt gegenüber dem Landkreis und den planungsbeteiligten Stellen, daß kein Interesse an einer Weiterführung der StUB-Planung besteht.
2. Die Stadt Herzogenaurach tritt in konkrete Gespräche mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr, Infrastruktur und Technologie ein mit dem Ziel, eine Aufnahme in die SPNV-Planung und eine Anbindung an die S-Bahn-Linie Nürnberg - Erlangen - Forchheim zu erreichen. Der Stadtrat ist über den Fortgang der Gespräche regelmäßig zu informieren.
Da die vorlaufenden Planungsabstimmungen für eine S-Bahn-Anbindung voraussichtlich im Herbst 2011 abgeschlossen werden, besteht umgehender Handlungsbedarf. Wir haben auf diese Punkte seit mehreren Jahren hingewiesen. Das jetzt vorliegende Ergebnis des StUB-T-Konzepts war absehbar. Wenn die Stadt Herzogenaurach eine Anbindung an den Schienenverkehr will, müssen wir jetzt endlich handeln.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Horst Körner Walter Nussel
Fraktionsvorsitzender


